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2015


November 2015


Grundstücksentwässerung /     Kanalanschluss von Privatgrundstücken in Mönchengladbach. 

Was ist zu beachten?

Der Kanalanschluss verbindet das private Grundstück mit dem öffentlichen Kanalnetz.  In der Entwässerungssatzung einer Kommune werden alle Vorgaben zur Genehmigung eines neuen Kanalanschlusses festgelegt. Ansprechpartner für die Beantragung im Stadtgebiet Mönchengladbach ist die die NEW AG.

 

Aufgrund der Tatsache, dass bei einem Anschluss an das öffentliche Kanalnetz gemachte Fehler verheerende Folgen haben können, darf diese Leistung nur von Tiefbaufirmen durchgeführt werden, die von der Stadt bzw. der NEW hierfür zugelassen sind, sagt Andreas Oerschkes, der mit seinem Unternehmen Andreas Oerschkes Tief- und Staßenbau, Kanal- und Landschaftsbau dazu zählt.

Lediglich die Hälfte der zugelassenen Unternehmen im Kanalbau verfügen darüber hinaus auch über das Zertifikat "Gütezeichen Kanalbau", dass erst nach aufwendigen Test- und Prüfverfahren durch die Gütegemeinschaft Herstellung und Instandhaltung von Abwasserleitungen und -kanälen e.V. verliehen wird, so Oerschkes weiter.

 

Mit mindestens zwei Baustellenbesuchen und einem Firmenbesuch pro Jahr überwacht die Institution die Einhaltung der Qualitäts- und Prüfbestimmungen der mit dem Gütezeichen zertifizierten Unternehmen. 

Was ist bei einem neuen Entwässerungsanschluss zu beachten? Welche Unterlagen sind einzureichen?

Der Weg zur Genehmigung eines neuen Entwässerungsanschlusses am Beispiel der Stadt Mönchengladbach.

·         Einholung der Auskunft über die das Grundstück betreffenden städtischen

          Abwasserkanäle

·         Beauftragung eines kompetenten Entwurfsverfassers (Architekt, Ingenieur)

          mit der Erstellung DIN-gerechter Planungsunterlagen.  

 

1. Antragsformular 

Sie benötigen das Antragsformular der NEW AG, für die Herstellung von Kanalanschlussleitungen im Stadtgebiet Mönchengladbach, sowie für die Änderung der bestehenden Abwasseranlagen. 

 

2. Amtlicher Lageplan 

Sie benötigen einen Amtlichen Lageplan im Maßstab 1:500 bzw. 1:250 

·         mit Darstellung des öffentlichen Kanals

·         der Anschlussleitungen bis zur jeweils ersten Revisionsöffnung

·         der Höhenangaben an der Anschlussstelle (Straßenkrone), der                

          Revisionsöffnung sowie der Geländehöhen 

 

3. Grundrisspläne im Maßstab 1:100 

·         für das Keller- und Erdgeschoss mit Darstellung aller Abwasserleitungen               sowie Einbauten nach DIN 1986-100

·         der grundstücksbezogenen Gelände-, Schacht-, und Ablaufhöhen

·         der Leitungsdimensionen sowie des Volumenstromes in Liter/Sekunde 

 

4. Flächenplan 

Hier benötigen Sie 

·         eine farbige Darstellung aller entwässerten Flächen mit Anschluss an das             öffentliche Kanalnetz, eine Aufstellung der m2 in separater Legende zur               Erhebung der Niederschlagswassergebühr sowie

·         die Darstellung aller Flächen mit versickerungsfähigen Pflaster

 

5. Berechnungen

 ·         bei Grundstücken > 800m2 abflusswirksame Fläche ist die

           Überflutungsprüfung nach DIN 1986-100 vorzulegen

·         bei Flachdächern ist ein Nachweis (Berechnung und Zeichnung), nach DIN

          1986-100, der Notentwässerung vorzulegen

 

6. Allgemeine Hinweise 

·         bei geplanter Niederschlagswasserversickerung ist ein separater Antrag

          auf Befreiung vom Anschluss- und Benutzungszwang sowie ein separater

          Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis bei der Stadt Mönchengladbach zu

         stellen

 

·         eine Abwasserbeseitigung mehrerer Grundstücke über eine gemeinsame

          Abwasserleitung muss durch einen Grundbucheintrag abgesichert werden

 

·         bei Gewerbebetrieben ist eine abwasserspezifische Betriebsbeschreibung

          sowie die Sicherheitsdatenblätter der eingesetzten Gefahrenstoffe

          beizufügen

 

Einreichung des Grundstücksentwässerungsantrages durch Einholen von Angeboten bei zugelassenen Tiefbaufirmen gemäß Firmenverzeichnis der NEW.

 

Nach Erteilung der Genehmigung innerhalb der Gütigkeitsdauer der Genehmigung (i.d.R. ein Jahr) Beauftragung einer Tiefbaufirma, Eigenleistung ist möglich f. Nach erfolgter Bauausführung erfolgt die Bauabnahme, die i.d.R. dem Tiefbauamt rechtzeitig anzuzeigen ist.

 

In vielen Satzungen ist vorgeschrieben, dass nach Herstellung des Kanalanschlusses eine Dichtheitsprüfung im verfüllten Graben durch einen (von der Kommune zugelassenen) Sachkundigen durchgeführt und das Protokoll der Dichtheitsprüfung unaufgefordert vorzulegen ist. Häufig wird gefordert, dass dieser Sachkundige nicht mit der Firma identisch sein darf, die die Anlage gebaut hat.

 

Anzeige der Baubeendigung der Straßenwiederherstellung und Abnahme durch das Tiefbauamt

 

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

 

www.new.de

www.oerschkes-strassenbau.de