Neuigkeiten und Pressemitteilungen


2015


Oktober 2015


Unternehmen im Straßenbau und Landschaftsbau verzeichnen erheblichen Mangel an Fachkräften

Ohne Berufsausbildung - keine Fachkräfte

 

Trotz der im Berufsausbildungsbericht 2015 mit einer leichten Verbesserung beschriebenen Lage, bleiben immer noch viele Lehrstellen unbesetzt.

 

So wurden im Vergleich zum Ausbildungsjahr 2013/2014 zwar etwas weniger Berufsausbildungsverträge abgeschlossen (1,4%), jedoch muss man auch den demografischen Wandel berücksichtigen sowie die sogenannte Studierneigung.

 

Fakt ist jedoch, dass immer mehr Unternehmen Schwierigkeiten haben, die offenen Lehrstellen überhaupt zu besetzen. So erreichte die Zahl der unbesetzten betrieblichen Ausbildungsstellen mit 37.100 einen neuen Höchststand. Auf der anderen Seite hatten 20.900 Bewerberinnen und Bewerber noch keinen Ausbildungsplatz gefunden.

 

Jugendliche haben häufig geringe oder gar keine Kenntnisse über die tatsächlich für sie infrage kommenden Berufe, klagt Andreas Oerschkes, der sich mit seinem 10 Mannbetrieb dem Straßenbau, Kanal und Landschaftsbau widmet.

Als recht kleines Unternehmen sind wir stolz darauf, dass wir permanent zwei Auszubildungsplätze in unserem Betrieb zur Verfügung stellen können, so Oerschkes.

 

Ohne Berufsausbildung - keine Fachkräfte

 

Gerade erst, hatte der Auszubildende Christian Klein seine Abschlussprüfung zum Tiefbaufacharbeiter erfolgreich abgeschlossen. Die Übernahme ginge problemlos in Ordnung,  jedoch hängt der junge Kollege gleich noch ein Jahr dran, um auch den Abschluss als Kanalbauer zu erhalten.

 

Händeringend sucht Oerschkes Facharbeiter im Tief- und Straßenbau, Kanalbau sowie Landschaftsbau und freut sich über jeden, der den Weg in die Branche findet. Der Tiefbaufacharbeiter ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf nach Berufsbildungsgesetz und Handwerksordnung.

Die Ausbildungsdauer zum Tiefbaufacharbeiter beträgt in der Regel zwei Jahre. Die Ausbildung erfolgt an den Lernorten Betrieb und Berufsschule.

 

Der Beruf verfügt über die Schwerpunkte

·         Straßenbauarbeiten,

·         Rohrleitungsbauarbeiten,

·         Kanalbauarbeiten,

·         Brunnen- und Spezialtiefbauarbeiten sowie

·         Gleisbauarbeiten.

 

Es handelt sich um eine Stufenausbildung, d.h. eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung kann in einem weiteren, darauf aufbauenden Ausbildungsberuf vertieft werden. Ein Tiefbaufacharbeiter kann daher ein weiteres Jahr lernen und dann einen Abschluss als Rohrleitungsbauer, Kanalbauer, Spezialtiefbauer oder Gleisbauer erwerben. Tiefbaufacharbeiter stellen Baugruben, Gräben

und Verkehrswege her. Sie führen dazu Erdarbeiten durch und bauen Ver- und Entsorgungssysteme ein. Sie finden ihren Arbeitsplatz in der Unternehmen der Bauindustrie, die Sanierungs- und Instandsetzungsarbeiten durchführen, können aber auch beim Neubau beschäftigt sein.

 

Weitere Informationen für interessierte Bewerber und natürlich auch bereits ausgebildete Fachkräfte erhalten Sie HIER.